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Haben Sie ein
Kind in der Klasse, das seine Aufgaben sehr rasch und korrekt fertig hat,
widerstehen Sie der Versuchung, es zu Ihrem Helfer zu machen. Fühlen
Sie sich nicht dazu verpflichtet, dem Kind mehr Arbeit zu geben - erlauben
Sie dem Kind stattdessen, dass es nach seinen eigenen Interessen fortfährt
und bieten Sie zu diesem Zweck Materialien an, die mehr in die Tiefe des
Lehrstoffes gehen.
Denken Sie daran,
dass manche Kinde tolle Ideen haben, aber mit der feinmotorischen Koordination
und daher auch mit dem Zu-Papier-Bringen ihrer Ideen Probleme haben. Erlauben
Sie diesen Kindern, ihre Ideen auf Tonband zu sprechen oder sie jemandem
zu diktieren.
Manche Kinder
haben Probleme damit, mathematische Fakten zu lernen, verstehen aber dafür
kompliziertere mathematische Konzepte - bringen Sie ihnen Mathematik in
Form von Beispielen "aus dem Leben" näher. Hochbegabte
Kinder lernen Details oft am besten, indem Sie zunächst ihren Fokus
auf das Gesamtbild ausrichten.
Zögern Sie nicht, die Kinder dabei mit schwierigen Problemen herauszufordern,
aber erlauben Sie auch genug Zeit, damit sie ihre eigenen kreativen Lösungen
erarbeiten können.
Bereichern Sie
den sprachlichen Bereich. So können Sie zum Beispiel, wenn die Kinder
Reime lernen, diese auch schauspielerisch darstellen , sie in Zeichensprache
vorführen oder ihre eigenen Versionen erfinden lassen.
Bieten Sie möglichst
viele Aktivitäten im Klassenraum an, die ein "open end"
haben. Bereiten Sie zum Beispiel verschiedene Projekte und Aktivitäten
an (z.B. in Schachteln oder anderen tragbaren Behältern), die keine
"richtigen" Antworten, sondern viele Bearbeitungs-Möglichkeiten
haben.
Beispiel Meer: Bieten Sie Muscheln an, so können die Kinder die Formen
und Oberflächen untersuchen. Sie können die Muscheln unterschiedlich
"sortieren". Lupen und Bücher über Muscheln erweitern
die Möglichkeiten. Auch Papier und Stifte können angeboten werden
- zum Zeichnen von Muscheln. Und so weiter - Ihrer Kreativität sind
keine Grenzen gesetzt.
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